Haare waschen mit Shampoo-Seife

Das Haarewaschen mit Heilerde überzeugt mich noch immer, vor allem das Ergebnis. Die Durchführung ist zugegebenermaßen schon etwas aufwendig. Als wir neulich über den Töpfermarkt in Frickenhausen geschlendert sind, entdeckte ich einen Stand mit selbstgesiedeten Seifen. Gleich fiel mir eine Seife besonders auf, sie trug ein Schildchen mit der Aufschrift Shampoo-Seife. War klar, dass ich das ausprobieren musste. Zu Hause also gleich in die Dusche gehüpft, Haare nass gemacht und mit Seife eingerieben. Es schäumte und fühlte sich an, wie das Haarewaschen mit einem herkömmlichen Shampoo. Dieses Gefühl entsteht ja beim Waschen mit Heilerde nicht, aber es gefiel mir sehr gut. Dazu gesellte sich ein angenehmer Duft. Zum Schluss gab es dann noch die übliche Apfelessig-Spülung. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Herrlich sauberes, leicht kämmbares Haar.

shampooseife

Ich wasche nun seit zwei Wochen aussschließlich mit der Shampoo-Seife und bin immer noch total zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass meine Haare nicht mehr so schnell fettig werden. Einen Bericht über die Langzeitanwendung gibt es in ein paar Wochen. Dann weiß ich auch wie oft ich mit einem Stück Seife die Haare Waschen kann und was eine Wäsche kostet.

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Zahnpasta selbst gemacht

Nach dem Shampoo soll nun auch die Zahnpastatube durch eine plastikfreie Variante ersetzt werden. Auch zum Thema Zahnpasta gibt es im Netz schon viele tolle Rezepte, ich habe mich bei der Herstellung meines Zahnpuders hier orientiert: http://langsamerleben.wordpress.com/2013/05/21/zahnpasta-selber-machen/.

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Wie im oben genannten Blog angeraten habe ich zunächst Zahnpuder erstellt. Dazu habe ich 4 Gewürznelken mit 1 Msp. Meersalz im Mörser fein gemahlen und dann eine Calcium-Brausetablette, ebenfalls fein zermörsert, dazugegeben. Das Pulver wurde schließlich mit 20 g weißer Lavaerde und 1 TL Natron vermischt. Dann habe ich noch 1 TL getrocknete Salbeiblätter und 3 TL getrocknete Pfefferminze fein gemahlen und untergemischt. In ein Schraubdeckelglas abgefüllt braucht man sich wegen der Haltbarkeit bestimmt keine Gedanken machen.

Nun zur praktischen Anwendung. Anfangs habe ich das Pulver mit einem kleinen Glasspatel direkt auf die angefeuchtete Zahnbürste gegeben. Dabei ging mir aber zu viel „daneben“ und ich fand es nicht so praktisch. Dann habe ich einen Spatel Pulver auf einen Löffel gegeben und die nasse Zahnbürste rein getunkt. Es beginnt ein wenig zu schäumen (wegen der Brausetablette). Der Vorteil dieser Methode ist, dass man nach Bedarf „nachholen“ kann, der Nachteil, dass man mit vielen Sachen rumhantieren muss. Die Endlösung, bei der ich vermutlich bleiben werde sieht so aus: Ich rühre mir eine Portion Zahnpasta (für etwa 3 Tage) in einem kleinen Gefäß aus dem hergestellten Zahnpuder, ein wenig Wasser und 3-4 Tropfen Pfefferminzöl (lebensmitteltauglich!) an und gebe mit dem Spatel eine kleine Portion davon auf die Zahnbürste. Das Pfefferminzöl (bekommt man in der Apotheke) macht die Masse cremig und verleiht einen lang anhaltenden frischen Geschmack im Mund. Da die Masse nach wenigen Tagen aufgebraucht ist, mache ich mir wegen der Haltbarkeit keine Sorgen.

Haare waschen mit Heilerde

Ich möchte in diesem Jahr versuchen, das Plastikaufkommen in unserem Haushalt drastisch zu reduzieren. Beim Blick in unser Bad merke ich, dass das sehr schwierig werden könnte, da es hier praktisch nur so von Plastik wimmelt. Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Zahnbürsten, Bodylotion, …… Im Handel gibt es das alles aber nicht in Glasbehältern, also habe ich mir überlegt, was ich davon selbst herstellen könnte. Da mein Shampoo ausging, habe ich mich hier als erstes nach Alternativen umgesehen. Es gibt wirklich tolle Blogs von Leuten, die damit auch schon experimentiert und sich mit anderen ausgetauscht haben. Ich denke, jeder muss damit seine eigenen Erfahrungen machen und herausfinden, was am Besten zu ihm passt.

Zuerst habe ich weiße Lavaerde von Logona ausprobiert, da ich die für die Herstellung eines Zahnpuders sowieso schon besorgt hatte. Mit dem Ergebnis war ich jedoch nicht wirklich zufrieden. Ich habe eher fettiges Haar und nach der Wäsche fühlte sich dieses sehr seltsam an. Immer noch fettig und sehr steif, obwohl ich wirklich lange gespült habe.

Bei DM bin ich dann an der Luvos Heilerde 2 hautfein nicht vorbeigekommen und habs dann zu Hause auch gleich ausprobiert. Vom Ergebnis war ich sehr überrascht und denke, dass das nun meine Lösung sein könnte.

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Ich habe einen Esslöffel meiner im Dänemark-Urlaub gesammelten und getrockneten Kamilleblüten mit etwas kochendem Wasser überbrüht und daraus einen kräftigen Sud hergestellt. Danach habe ich 10 EL dieses Suds mit 5 EL Heilerde verrührt. Das Ganze ergab einen relativ dünnen Brei, welchen ich im handtuchnassen Haar mit Hilfe eines großen Kosmetikpinsels verteilt habe. Man tupft es praktisch auf die Kopfhaut und schaut, dass überall was hinkommt. Danach kann man es noch ein wenig einmassieren, wobei es ja nicht schäumt, was zunächst eher ein komisches Gefühl ist. Den Kopf in ein Handtuch gepackt habe ich das Ganze ca. 10 Minuten einwirken lassen. Das war wirklich ein sehr angenehmes Gefühl.

Schließlich habe ich die bereits getrocknete Erde unter der Dusche gründlich ausgespült und zum Schluss noch eine Spülung aus Apfelessig (ein halber Liter warmes Wasser mit einem EL Apfelessig) gemacht.

Fazit: Das Haar ist danach super kämmbar und weich und fühlt sich auch nach dem Trocknen nicht fettig oder steif an.

Eine einfache Gesichtscreme

Da sich bei uns noch immer kein richtiger Winter einstellen will, ist mir der Winterbalsam, den ich im Dezember hergestellt habe nun doch ein bisschen zu mächtig. Bei diesen beinahe frühlingshaften Temperaturen darf es gerne etwas weniger sein. Deshalb habe ich gestern eine leichtere Variante gemacht. Man benötigt für diese einfache Creme relativ wenig Zutaten, die sich gut beschaffen lassen und der Zeitaufwand hält sich auch in Grenzen.

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Man benötigt ein kleines Gefäß, welches im Wasserbad erhitzt wird. In dieses gibt man jeweils ein paar Blättchen Kakaobutter und Bienenwachs und wartet bis es sich ganz aufgelöst hat. Dann fügt man einen großen Löffel Lanolin hinzu und rührt dieses unter. Schließlich kommen noch 3 EL Jojobaöl dazu. Nun kann man die Masse wieder abkühlen lassen. Dabei ab und zu umrühren. Bevor die Creme vollständig erkaltet ist kann man noch einen Duft hinzufügen. Ich nehme am liebsten Lavendelöl, aber da hat jeder andere Vorlieben. Zum Schluss noch in ein gut verschließbares Gefäß umfüllen und schon ist die pflegende Creme fertig.

Die Konsistenz der Creme hängt übrigens hauptsächlich von der Menge an Kakaobutter und Bienenwachs ab. Beim Winterbalsam habe ich jeweils etwa einen Teelöffel rein getan, bei der leichteren Variante nur sehr wenig.